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2. Abend der Sommerspätlese

Am 2. Abend der diesjährigen Lesereihe hatten die Veranstalter zunächst ein Organisationproblem. Allerdings ein sehr positives, den enormen Zuspruch der Zuhörinnen und Zuhörer – erstmals überstieg nämlich deren Zahl mit 107 alle bisherigen Veranstaltungen. Schnell war dies durch den Einsatz mehrerer Helfer – ein herzliches Dankeschön dafür – gelöst.

„Wie das Leben so spielt“ war das Motto dieses Abends; und Ute Bauer und Ilse Janz, begleitet von Peter Stamm, feuerten ein höchst amüsantes Potpourri ab. Gedichte wie „Das Ideal“, mehrere Geschichten, wie „Die Probefahrt“, „Körnergefüttert“, aber auch wahre Geschichten, die sich um eine Annonce oder die Gefahren von Frischmilch rankten, strapazierten die Lachmuskeln. Dazwischen schöne Gesangsstücke. Neben „Wenn ich einmal reich wär“ aus dem Musical Anatevka, „Aber sonst gesund“ von den Wise Gys gefiel besonders der Zungenbrecher von Reinhard May „Ankomme Freitag, den 13.“, bei dem alle den eingängigen Refrain mitsangen. 

Ergänzend zu der Geschichte  „Das Geheimnis der chinesischen Wächserei“, bei der der auf einem Wäschepack aufgeklebte Zettel mit chinesischen Schriftzeichen die Hauptrolle spielte, erzählte Ute Bauer auch eine Begebenheit, die sich vor Jahren tatsächlich im Gasthaus zur Krone ereignete. Die heute noch vielen bekannte Hauptakteurin Else Lunkenheimer pflegte nämlich ihr nicht bekannte Personen gemäß ihrem Erscheinungsbild zu beschreiben. Im konkreten Fall „Dürer Mann mit Brille“. Nach lang anhaltendem Beifallkamen die drei Hauptakteure nicht um ein Zugabe herum und verabschiedeten sich mit dem Lied „Reise“ von Max Giesinger. Wieder ein sehr schöner und gelungener Vorleseabend, der sicherlich zu mehr inspiriert.